RSV Coesfeld e.V.


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2008 Tour der Hoffnung

Touristikradsport

Strampeln für die gute Sache

Legden Bei Wind und Wetter auf dem Rad. Jeden Tag knapp 100 Kilometer fahren. Bergauf, bergab - und das Ganze fast sieben Wochen lang: Für manche klingt das wie ein Albtraum, für Michael Stapelbroek ist es ein Abenteuer, von dem er schon lange träumt. Am Mittwoch geht es los: Einmal Nordkap und zurück.

Probepacken im Mühlenbrey: Die rot-schwarzen, wasserdichten Satteltaschen hängen prall gefüllt an den beiden Seiten des Trekking-Fahrrads. Wer durch Skandinavien reist und den Polarkreis passiert, ist gut beraten, sich auf jedes Wetter einzustellen. 40 Kilo Gepäck müssen dafür ausreichen.
Stapelbroek mustert aufmerksam sein Reisegefährt, eine Leihgabe seines Freundes Dieter Engbersen aus Coesfeld: stabil, 14 Gänge, mit einer Rohloff-Narbe, die ein gleichmäßiges Schalten ermöglicht. Der Legdener lächelt: Damit lässt sich gut verreisen. Stapelbroeks eigenes Zweirad, auf dem er allein in diesem Jahr bereits 3000 Kilometer gestrampelt ist - etwa die Strecke, die er jetzt auch auf seiner Reise zurücklegen will - kam für die Nordkap-Tour nicht in Frage: Das Rennrad sei nicht robust genug für die schwer beladene Berg- und Talreise zum Polarlicht, erklärt er.
Nicht nur das Fahrrad hat der noch 49-Jährige von seinem Freund übernommen, sondern auch eine Idee: "Ich möchte meine Reise in den Dienst der guten Sache stellen", erklärt der Polizist. Wie zuvor schon sein Sportkollege möchte auch Stapelbroek durch seine ungewöhnliche Tour aufmerksam machen auf Menschen, die nicht so fit sind wie er selbst. Die nur durch die Hilfe von Mitmenschen überleben können: Leukämiekranke, die auf geeignete Stammzellspenden angewiesen sind. "Radtour der Hoffnung" hat Stapelbroek seine Nordkap-Tour genannt. Hilfe leisten könne jeder, der sich bei der Stammzell-Spenderdatei der Stefan-Morsch-Stiftung registrieren lasse, oder der die Arbeit der Stiftung finanziell unterstütze - mit einer Spende auf das eigens eingerichtete Spendenkonto.
Wenn so nur einem Patienten geholfen werde könne, so Stapelbroek, wäre sein Traum perfekt. sy-


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